Am 12. Juni begann der Vorverkauf der Tickets für die Rammstein-Tournee Ende des Jahres. Ich war und bin bereit, für ein Ticket den verlangten Preis von 60, 70€ zu zahlen. Jedoch besitze ich aktuell keine Karte.
Gut, das kann immer passieren. Zu langsam, kein Glück, großer Andrang.

Rammstein auf der Bühne, 2006
Doch in diesem Falle ist es besonders interessant, da der Vertrieb der Tickets „exklusiv“ über Rammstein-Shop.de abgewickelt wurde. Wurde er allerdings exklusiv „eher nicht“, da der große Andrang logischerweise die Seite komplett in die Knie drückte. Als man bzw. der Server sich wieder gefunden hatte, kam man auf die glorreiche Idee, die Besucher per Zufall auszuwählen und gnädiger Weise zwei Karten erwerben zu lassen.
Die Motive, den „klassischen Vertriebsweg“ außen vor zu lassen, sind klar. Gewinnmaximierung sowie ggf. bessere Kontrolle der Ausgabe der Tickets, um Schwarzmarkthändlern das Leben schwer zu machen. Ich betone, dass ich ersteres wie letzteres absolut nicht verurteile. Nebenbie: Das wird dann im Ticketshop so angepriesen:
Um zu gewährleisten, dass die Tickets hauptsächlich von Rammstein-Fans direkt gekauft werden und nicht von kommerziellen Wiederverkäufern, die später oft das Mehrfache des eigentlichen Ticketpreises verlangen [...]
Ob ich mein Geld über eventim oder rammstein-shop.de abdrücke, ist mir relativ egal – allerdings nur, solange ich das gleiche Produkt erhalte. Und hier liegt der springende Punkt, denn bei eventim muss man nicht tagelang alle paar Minuten die Seite aktualisieren, um irgendwann eine Karte kaufen zu können.
Im Prinzip ist es ganz einfach: Tischler (Rammstein-Management) bleib bei deinen Leisten (Rammstein managen)! Und komm nicht auf die Idee, deinen T-Shirt-Shop mit ein paar Quadratmetern für 50.000 Kunden gleichzeitig zu öffnen. Das führt nämlich zu unzufriedenen Kunden, und das wird dir langfristig schaden. Man möchte schreien „So macht mans nicht!“, denn: eBay zeigt, wie „erfolgreich“ Schwarzmarkthändler abgehalten wurden.
Was bleibt, ist ein Quentchen mehr Gewinn, da die Zwischenhändler an Rammstein nichts verdient haben. Doch vielleicht nicht einmal das, denn ein kleines bisschen muss der eigene Vertrieb doch auch gekostet haben – so schlecht er auch funktioniert hat. Darüber hinaus werden etliche Fans mindestens genauso genervt sein von dem (versuchten) Erwerb wie ich.
Natürlich wird Rammstein ewig weiter Karten verkaufen können, auch wenn es auf solch eine miserable Art und Weise geschieht. Wer die Show sehen möchte hat nunmal keine andere Wahl. Doch noch einmal ganz deutlich: Das war schlecht.
Ein Kommentar zu “Die Problematik Rammsteintickets”
[...] und Künstler auf ihrem eigenen Vertriebsweg zu unterstützen (Ja, das ist eine Anspielung auf den misslungenen Rammstein-Ticketverkauf). Durch den sofort möglichen Download des 3,1 GB-Paketes wird der “Ich will das [...]