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8 Kommentare zu “Von der Eckkneipe zum Internet in nur einem Gedankengang”

  1. Na, na, moin, moin..

    Eine millionenhohe Abfindung zu verurteilen ist keine Äußerung von Neid. Es ist eine Frage der Fairness, genau wie bei den Managergehältern. Sicher, wenn man nun in Deutschland jene Gehälter zwingt zu senken, dann kommt hier auch kein großes Unternehmen mehr hin und Deutschland kann einpacken. Aber Fair sind diese Gehälter trotzdem nicht.

    Ich denke jedem ist klar, das diese Manager für ihre Flüge, Essen und anderen netten spaßigen Sachen, wohl kaum ihr Gehalt opfern, sondern es als “Geschäftsausflug” deklarieren und sich dann noch fein aus dem Unternehmenskapital bedienen. Der normale Arbeiter muss seine Verpflegung aus eigener Tasche zahlen. Und Steuern abdrücken, die der Staat, so gütig wie er ist, für die Viel-verdienenden soweit unten wie nur möglich hält, und für den Normalo gerne mal nach oben justiert.

    Die Unterschiede in Millionen vom Gehalt her mal ganz abgesehen. Und dann soll man mal von Fairness reden: Es kann einfach nicht sein das diese Menschen das zig-fache mehr an Gehalt verdienen.

    So. Und in welcher Kneipe warste hier in HH? ;)

    Gruß,

    Babak

  2. Birdland? Vogelcountry? Öhhhmmm … *nachdenk* .. Welcher Stadtteil? :D

    Die Gehälter werden sicher reinvestiert und fließen in die Wirtschaft. Aber das nützt der Gesellschaft ansich nichts. Der elitäre Manager kauft seine Klamotten nämlich nicht bei H&M, C&A und Co., sondern bei Armani, Gucci und wie sie nicht alle heißen. Geschweige denn beim Tante-Emma-Laden oder dem kleinen Fachhandel von neben an. Genauso verhält es sich in vielen anderen Bereichen des Konsums. Das Geld fließt von einem Teil der Elite zum Anderen und der Normalbürger kriegt davon wenig mit, was man besonders gut auch daran erkennt, das die Mittelschicht in Deutschland schrumpft und der arme Teil der Bevölkerung zunimmt.

    Ich finde diese Entwicklung absolut nicht in Ordnung und es macht mich traurig das ein Gehalt wie dieses von Fussballtrainern und Spielern immer mehr gesellschaftliche Aktzeptanz findet. Würde es denn so sehr Schaden jedem Spieler 100 Euro von seinem Gehalt abzuknüpfen und es Beispielsweise dem Platzwart zu geben, der statt 3 Millionen Euro im Jahr vielleicht nur 30 000 Euro erhält, älter ist, Kinder und Enkel zu Versorgen hat und sich vielleicht auch ein Eigenheim gönnen möchte mit seiner Frau?

    Ich fordere mehr Nächstenliebe beim FC Bayern und dem Rest der Welt. ;-)

  3. Und bei Audi wären wir wieder beim selben Problem. Auch dort fließt unverhältnismäßig viel zu den Herren in Nadelstreifenanzügen und weniger zu den einfachen Arbeitern, auch wenn sie sicher von Aufträgen abhängig sind.

    Das mit der Mittelschicht lässt sich durchaus erklären. Die Elite der Wirtschaft und Politik tut viel daran sich aus sich selber zu rekrutieren. Heißt: In die Vornehmen Positionen können nur Menschen geraten, welche Eliteschulen besucht haben und insofern schon einen gewissen finanziellen Background mit sich bringen. Ist ja verständlich, als Unternehmer würde ich auch nur die qualifiziertesten Nachfolger aktzeptieren wollen und diese sind bei privaten Eliteschulen nun mal besser aufgehoben als bei den Staatlichen.

    Mit anderen Worten: Die Elite macht die Schleuse nach oben dicht und lässt nur wenige von der Mittelschicht hinein. Diese entsprach im Jahr 2000 noch 62% der Bevölkerung. Sechs Jahre später waren es nur noch 54%! Das in diesen Jahren der Anteil der ärmeren um 7% anstieg, bestätigt nochmal das Versagen und Ausarten dieses Systems. Mehr denn je ist gerechtere Verteilung gefragt. Es muss ganz gewiss niemanden Gehalt genommen werden und an einen Arbeitslosengeldempfänger übergeben werden. Es würde schon reichen die Verteilung innerbetrieblich zu leisten.

    Natürlich ist das Leben kein Ponyhof und mit den Menschen an der Macht ist so ein Zustand auch so ziemlich das Unmöglichste ever. Das heißt aber nicht das man sich damit abzufinden hat.

  4. Ich kann Babak nur zustimmen.
    Aber ihr behandelt das Thema nur oberflächlich. Um soetwas, wie eine Umverteilung zu erreichen müssen auch die Meinungen vieler Menschen, die das gegenwärtige System akzeptieren, gändert werden, weil es für die Mehrheit zufriedenstellend funktioniert.

    Und auch im zwischenmenschlichen Bereich, was Werte, Traditionen und eine gewisse Verantwortung seinen Mitmenschen gegenüber angeht, muss sich in Deutschland einiges ändern. Dann würde der Manager eher auf den Gedanken kommen sein Geld nicht nur in Autos von Audi zu reinvestieren, sondern auch beispielsweise in soziale Einrichtungen. Und es muss mehr Wertevermittlung stattfinden.

    Eine wichtige Rolle können dabei soziale Einrichtungen und Institutionen spielen. Die Erziehung durch die Eltern bricht nämlich in diesem und anderen Bereichen immer mehr ein. Und das zieht sich durch alle Bevölkerungsschichten.
    Wir Deutschen müssen von der Ellenbogengesellschaft, der mangelnden Verantwortung und Resignation in politischen Fragen wegkommen!

    Ansonsten gehört die Zukunft nicht uns, sondern dem Staat und der Dekadenz!

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