Wie TechCrunch berichtet, bewegt sich das iPhone vorsichtig in Richtung “Flash“. Die große, große weite Welt der Minigames, unnötigen Mini-Animationen und vollkommen unzweckmäßigen Websites öffnet sich also ein wenig dem mobilen Einsatz.
Noch ein Mal ohne Zynismus: Bis jetzt wies den iPhone-User ein blauer Legostein mit Fragezeichen, gebettet auf schwarzem oder weißem Grund darauf hin, dass an seiner Stelle “eine Flash-Anwendung stehen könnte. Würde das iPhone Flash unterstützen.”
Mit dem iPhone kann man zwar immer noch nicht eine auf einer Website befindliche Flash-Anwendung nutzen.
Aber, und jetzt kommts: Der jeweilige Entwickler kann die Flash-Anwendung praktisch extrahieren, und in eine eigenständige App verwandeln.
Ein paar erste Flash-Apps sind schon im AppStore verfügbar, auf AdobeLabs werden sie vorgestellt, das dortige Video fasst außerdem den aktuellen Entwicklungsstand gut zusammen. Btw: Hey, ein South Park Avatar-Creator für 79 Cent, yeah!
Ich könnte mir vorstellen, dass die Entwicklerschaft recht angetan ist von dieser Entwicklung. Es zeigt natürlich auch, wie abhängig die Technologie ist von der Firmenpolitik zweier Weltkonzerne.
Mir fehlt leider die Kompetenz, zu beurteilen wie stark Apple sich an dieser Stelle sperrt, oder wie schwer es wirklich ist, eine wirklich komplette Flash-Implementierung fürs iPhone zu entwickeln.
Flüssige, schnelle Darstellung scheint eine Eigenschaft von Flash zu sein, die das iPhone sehr gut umsetzen kann. Update: Den nun durchgestrichenen Satz muss ich in völliger geistiger Umnachtung formuliert haben… er ist ganz klar falsch, wie der unten verlinke Artikel auf wired.com zeigt. Die Leistung ist grade das Problem, besonders auf dem iPhone.
Auf die ersten, speziell fürs iPhone designten Flash-Apps bin ich trotzdem relativ gespannt.
Kleines Linkupdate: netzwertig.com hat Adobes Initiative des mobilen Flashs Abseits des iPhones im Fokus.
Kleines Linkupdate 2: ComputerBase sieht das iPhone noch etwas benachteiligter, hebt dafür aber eine andere Eigenschaft von Flash 10.1 hervor: Durch GPU-Support kann künftig die CPU entlastet werden. Uns erwarten also noch aufwändigere Flash-Animationen, bzw. weniger rechenintensive.
Großes Linkupdate: Natürlich berichtet auf wired.com über die Entwicklung. Und zwar mit einem um Weiten besseren Titelbild als Querbeet es tut… sorry ;-)
Es wird in dem Artikel besonders über die Gründe orakelt, die Apple wirklich vom Unterstützen einer umfassenden Flash-Implementierung abhalten.
Die Performance scheint einer zu sein. Komisch nur, dass Android- und WindowsMobile-Systeme anscheinend keine Performanceprobleme haben. Womöglich scheren sich die Entwickler auch bloß nicht drum, und lassen die User entscheiden, ob ihnen die Darstellung von Flash-Inhalten flüssig genug erscheint oder nicht.
Noch ein Update: Wired träumt von den Möglichkeiten, die bald zu Apps werden könnten.
Ein Kommentar zu “Das iPhone lernt Flash (ganz, ganz langsam)”
[...] genau 8 Monate ist es her, da veröffentlichte ich an dieser Stelle den Artikel Das iPhone lernt Flash (ganz, ganz langsam). Wie sehr sich doch die Umstände ändern können! Das Anbiedern ist vorbei, von großartiger [...]