“Creative Commons” ist ein Begriff, der häufig fällt in Zusammenhang mit Social Media, Bloggern die ja ohnehin alles kostenlos haben wollen, mit der Piratenpartei und patentrechtlichen Streitereien.
Für grundsätzliche Infos zu Creative Commons verweise ich kurzerhand mal wieder auf Ivens Artikel. In unserer Stunde Null steht auch was zu CC, sogar recht weit oben.
Die große Story
Um zum Thema zu kommen: Kürzlich las ich auf netzpolitik.org eine Interessante Meldung: Cartoon-Zeichnerin Nina Paley verdient $ 55.000 mit Creative Commons
Kurz: Eine Künstlerin “vertreibt” ihren Film unter CC-Lizenz, also kostenlos. Sie macht damit mehr Gewinn, als eine Filmvertriebsfirma für klassischen Vertriebswege prognostiziert hatte.
Unsere kleine Story
Die Story des folgenden Beitrags ist zwar nicht ganz so umsatzstark, dafür aber ein tolles Beispiel wie direkt, schnell, einfach und positiv CC-Lizenzen wirken können. “Auch für dich“, wie eine durchschnittlich schlechte Werbekampagne es wohl ausdrücken würde.
Aber nun Butter bei die Fische: Es ist gar nicht so lange her, da empfahl ich einer befreundeten, fotografiebegeisterten angehenden Kommunikationsdesignerin, ihre Fotos unter CreativeCommons-Lizenz bei flickr etc. hochzuladen. “Mmhmhm, ja mal sehen” war zunächst die typische Antwort.
Ich erinnere mich nicht genau, ob ich wiederholt in verklärter Bloggerromantik das Thema anschnitt, oder irgendwann von selbst die Rückmeldung kam, aber sie kam. Und zwar in Form einer Meldung ähnlich “Ich habe heute Dankespost von so einer Firma bekommen. Die hatten ein Bild von mir für ihre XYZXYZXYZ-Broschüre (Ich habs vergessen und finde den ICQ-Mitschnitt nicht) verwendet.”
Das besagte Foto stand bei jugendfotos.de in einem Contest, wodurch die besagte Firma wohl darauf aufmerksam geworden ist (Jugendfotos.de benötigt für fast jede Funktion eine Mitgliedschaft, daher spare ich mir hier weitergehende Links). Besagte Künstlerin ist bei flickr unter “Melanoreo“zu finden.
Fazit
Ein weiteres Mal stellen wir fest: CreativeCommons heißt nicht “Jeder darf damit machen was er will”. Als Künstler hat man sehr genau im Griff, was andere mit eigenem Material anstellen dürfen und was nicht. CreativeCommons räumen alle unnötigen Hürden aus dem Weg. Material findet Verbreitung ohne Ende, bei korrekter Namensnennung des Künstlers steigt dessen Bekanntheitsgrad entsprechend.
CreativeCommons ermöglichen die Nutzung des großen Bilderpools “Internet” ohne die häßliche Nebenwirkung, keine oder unseriöse Quellen für das gefundene Material nennen zu können.
An dieser Stelle sei noch einmal die CreativeCommons-Suche hervorgehoben.
Ist das nicht alles wirklich großartig?
Achja: “ftw” steht für “For The Win”. Falls ich in jugendlichem Blogger-Übereifer mal wieder etymologisch über die Stränge schlage: Diese liebevoll “Liste von Abkürzungen (Netzjargon)” genannte Sammlung auf Wikipedia hilft sicher weiter.
Wikipedia nutzt neuerdings auch unter CC-Lizenz, genau wie viele andere :)
Wie ich eben feststellen konnte, gibt es sogar Musik der Nine Inch Nails unter CC-Lizenz. Big Fan!
Die CC-Lizenz zum Titelfoto ist hier zu finden: by-nc-sa
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Kurz notiert: CreativeCommons-Suche
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Ich bin ja auch ein überzeugter CCler.
Ich arbeite gerade mit einem Freund an einem neuem Youtube Channel, bei dem wir alle unserer Kurzfilme selbst produzieren, komplett unter CC-SA-BY(-NC ist noch nicht entschieden). Natürlich verwenden wir dabei auch ausschließlich CC Musik oder kurze Ausschnitte von “regulärer” Musik, natürlich nur 10% und maximal 30 Sekunden, wie es das Urheberrecht vorgibt.
An dieser stelle fast das Ende meiner kleinen Werbung:
http://youtube.com/inspiredShow
Ende der Werbung!
Guter Artikel! CC rulez! ;)