Sehr viele Blogs pflegen die Gewohnheit, zum Anfang der Woche Linksammlungen, ja sogar Linkenzyklopädien zu “empfehlen”. Es ist ein Kreuz!
Da hat man seine Blogs schön sortiert im Feedreader, damit man wenigstens irgedwann das Gefühl hat, “alles gelesen” zu haben. Und dann sieht der Montagmorgen so aus, dass man trotz alledem von einer Linkflut erschlagen wird.
Das kann’s ja nicht sein. Daher geht Querbeet einen anderen Weg, und präsentiert nun immer freitags ein “etwas” der Woche. Freitags ist die Woche ohnehin gelaufen, und wir sehen keinen Grund den Montagmorgen mit Infos vollzuknallen, die wir auch zu einem anderen Zeitpunkt propagieren können.
Ab sofort Freitags hier auf Querbeet: [Ein Video, ein Bild, eine App, ein Programm, ein Artikel ein Zitat, sonstwas] der Woche.
Für das Wissen um die Römischen Zahlen gibt es momentan eigentlich nur eine sinnvolle Anwendung: Die Star Wars-Episoden in die richtige Reihenfolge bringen. Damit sich das wertvolle, in der Orientierungsstufe erworbene Wissen nun noch mehr lohnt, nummerieren wir “[Krtsch] der Woche” auch römisch.
I
Ein unglaubliches Buhei gab es in dieser Woche um das Buch “Axolotl Roadkill” von Helen Hegemann. Thema waren “geliehene” Passagen in dem Buch, um nicht zu sagen: geklaute. Dies wird nun von diversen Buchkritikern auf einmal als nicht schlimm und “dem Zeitgeist” entsprechend bewertet, weil das Buch ihnen gefält. Hallo Doppelmoral.
Das eigentlich Schlimme daran ist, dass Fräulein Hegemann wohl meint für unsere Generation zu sprechen, wenn sie sich “darüber keine Gedanken” macht. Wie dumm kann man sein? Was man auch vom Diebstahl geistigen Eigentums halten mag: Wenn jemand etwas entwendet, und es als eigenes Buch verkauft, sollte man sich eigentlich spätestens einig sein. Mit einer Quellenangabe kann man meinetwegen “remixen” was das Zeug hält.
Viel besser und ausführlicher schreibt Marcel Weiss auf netzwertig.com über das Thema: Doppelmoral in großem Stil
![[Krtsch] 1](http://www.querbeet-deluxe.com/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/krtsch1.jpg)
Kann mir irgendjemand diesen Feuilletonhype erklären? Ich halte es mit dem , was Johnny Hauesler natürlich auf Spreeblick gesagt hat: [...] mir gehen Jugendliche, die 50-jährige Feuilletonisten mit ihren unheimlich abgefuckten Berghain-Nächten begeistern, auf den Keks [...], gehe aber sogar noch einen Schritt weiter und sage: Mir geht das Feuilleton auf die Nerven!