Counterstrike!
Mag ein Klischee sein, aber vielfach wahr. Counterstrike ist zum Teil Platzhalter, zum Teil echt Teil der Geschichte.
Platzhalter, weil ja niemand ausschließlich Counterstrike gespielt hat, und sehr viele wahrscheinlich auch nur ganz, ganz kurz.
Aber genau deswegen auch Teil der Geschichte: Alle kennen es, und auch fast alle haben es mal angefasst. Es ist ein gemeinsamer Nenner, denn in “meinem Alter” (ich sage das mal so grob, ich meine +/- 8 Jahre. Ungefähr.), in meiner Generation hat jeder, der vor 10 Jahren etwas mit Computern zu tun hatte, immerhin irgendein Verhältnis zu “CS”.
Nicht alle sind Informatiker geworden und erfüllen das Klischee auf ganzer Linie (der Informatikerstatus ist noch die positivste Eigenschaft des Stereotypen). Einige sicher, aber hey, Quotenerfüller gibts überall.
Klar beschrieben habe ich es das erste Mal gelesen, als Marcel bei Hallo Unbekannt “Karl” interviewte.
Und jetzt kommt‘s, ich habe dann irgendwann Counterstrike gespielt…
[...]
Ich sprach mit mehreren Menschen darüber, wie sie mit dem Internetkram anfingen, und ein Großteil der Jungs kam über Counterstrike zum Internet. War bei mir auch irgendwie so, das Spiel und dann kam ich über Spraylogos zum Design. Die konnte man selbst machen, und ich wollte herausfinden, wie das geht.
Merket: Design. Counterstrike. Überrascht?
Nicht einmal als furchtsame Kinder hatten wir Berührungsängste mit “Killerspielen”, und Traumata haben wir auch nicht davongetragen. Ganz im Gegenteil, nämlich Interessen, Inspiration, Fragen, Ideen, Probleme, Lösungen, eine hermeneutische Spirale par excellence.
“Damals…”
Ich persönlich habe an CS (und anderen Spielen) viel mit Trial & Error probiert, ohne als Kind/Teenager wirklich zu verstehen, was ich da machte. Es war die Zeit, in der man Grafiken ändern konnte, ohne dass ein Spiel den Start verweigerte, weil es dachte korrupt zu sein. Und im Prinzip muss ich der Windows-Ära wirklich danken, denn mehr Probleme als unter Windows 95/98 musste ich noch nie lösen. Die Netzwerkeinrichtungen auf LAN-Parties waren auch noch so Posten, genau wie das darauf folgende “Dateimanagement”, damit jeder die gleiche Version seines Originalspiels hatte, und CS/AoE/CoD/Generals/Q3/TM/BF/UT gezockt werden konnten. Es hört sich nach purem Spaß an, aber das war Arbeit!
Oh, kleines Detail: Das war noch DOS, aber was eine .exe-Datei ist, lernte ich übrigens an diesem “Beispiel”:
(Lara Croft ist so ein billiger Abklatsch!) Ich glaube ich muss dem damaligen Arbeitgeber meines Vaters für die Fortschrittlichkeit danken, denn einen 486er schafft man sich nicht zum Spaß an. Diese Workstation. Auch Windows 3.11. Uiuiui.
Aber zurück zu Windows 98
Druckerinstallation? Spiel startet nicht? Sound geht nicht? Tja. Konsole durfte ich nicht, denn laut meinen Eltern machten Konsolen dumm. Also ran da. Ein Mal musste ich die Erfahrung machen, dass im BIOS herumfummeln, wenn man nicht genau weiß was man tut, etwas… fatal sein kann. Als sich selbst dieses scheinbar fatale Experiment als reversibel herausstellte, dürften so ziemlich alle technischen Berührungsängste abgebaut gewesen sein.
Das soll jetzt keine Selbstbeweihräucherung sein (nicht nur), ich möchte ein größeres Bild zeichnen. Wer heutzutage technikkompetent durch die Gegend läuft, war mit hoher Wahrscheinlichkeit mal ziemlich begeistert von Counterstrike, LANs etc.
Spiele haben einen hohen Anteil daran, dass Technik und ihre Handhabung so selbstverständlich ist für uns, wie für andere ein Kugelschreiber. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich sage nicht, dass jedes Daddelkind heute eine Bereicherung für die Gesellschaft ist! Das wäre der falsche Schluss. Anders herum: Wer heute einen Router konfigurieren kann (so richtig), der hat mal CS (Hier als Platzhalter) gespielt.


Kann ich komplett nachvollziehen, guter Gedankengang.
Mhh, eigentlich Spiel ich ja nicht mehr, aber jetzt eine winzig kleine Runde CS ?…
Hmmm ist mir aber doch ein wenig so Allgemein. Ich habe noch nie CS gespielt und bekomme meinen Router und meinen Rechner und mein Linux und alles andere auch zum laufen ;-)
Die Frage ist nur: Was hast du STATT DESSEN gespielt? ;-)