Von Timm am 23. August 2010
“Buddys”, “Bros”, “Kumpel”, “Homies” sind allesamt billige Derivate für… ja, was? “Freunde” ist natürlich eine Idee, aber mal ehrlich: Mit wem man sich im Vollsuff eventuell unterhaltsam unterhalten kann, den kann man nicht gleich als Freund bezeichnen. Es mag natürlich Menschen geben, die das ohne weiteres tun, aber mal im Ernst: Wer sind sie denn [...]
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Von Timm am 19. August 2010
Letztens hielt ich wieder quiekend mein iPhone in der Hand und feierte etwas, Twitter war offen. Für alle nicht-Twitterer: Das ist nicht der Normalzustand, hahaha, sehr lustig. Nun, was sah ich da?
Ne, so früh im Artikel wird das nicht offenbart, wir sind hier schließlich nicht bei “Wünsch dir was!”, sondern bei “Hätten sie’s gewusst?”.
Es geht um eine Mehrzahl. Mehrzahl von “Hose”, nur anders. Ich glaube der Ursprung liegt im Norddeutschen, wenn man nicht “Hose” sondern “Büx” sagt. So, und jetzt stellt euch mal vor und sagt es langsam, wenn man die Mehrzahl bildet und den Umlaut unterschlägt.
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Von Timm am 17. August 2010
Again and again, nun zum sechzehnten Mal fröhne ich der deutschen Sprachkultur. Was kann den weltgewandten, gebildeten, anspruchsvollen Blogleser schon noch begeistern?
Wir haben mal wieder eine Antwort, auch diese Ausgabe von “Bedrohte Wörter” nimmt wieder einen absoluten Liebling in den Querbeet-Lebensraum mit Aufpeppelgarantie® auf.
Nun. Setting: Gesetzte Stimmung, möglicher Weise sogar Menschen am gemeinsam Herumsitzen. Man ist sich einig, dass es “los gehen” soll, und man selber ist vielleicht derjenige, der als erstes aufsteht. Und da haben wir auch schon den Salat.
Brandgefährlich!
(Ich schreibe ab hier mal in der ich-Form, vielleicht fühlt ihr euch ja mehr angesprochen und nehmt das Thema besser auf etc., der ganze Psychokram eben.)
Plane ich diesen Schritt nicht gut, gar perfekt, und führe den Plan minutiös aus, habe ich den Salat.
“Hm?” schmettert die Runde mir in aller Trägheit entgegen, und ich bin der einzige der aufgestanden ist. Weit gefehlt, schon verloren, Patient tot, pieeeeeeep.
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Von Timm am 8. Juni 2010
Es gibt Wörter wie Antiquitäten, mit einer Aussagekraft und einer Ästhetik, dass man ausrufen möchte “So etwas wird heutzutage gar nicht mehr gebaut!”. Diesen ist diese Rubrik in erste Linie gewidmet, und dieses Mal haben wir ein ganz besonderes Beispiel für euch ausgegraben.
Fühlt sich ein Mensch heutzutage ungerecht behandelt, so wettert er gegen a) Ölmultis 2.) “die da oben” b) Politiker oder… ne, das war eigentlich schon die Bandbreite, die die Bild so vorschlägt. Ok.
Das eigentlich Schlimme an der Undifferenziertheit ist aber, dass ihr meist mit dem Nomen “Abzocke” Ausdruck verliehen wird. No offense, aber wäre “Abzocke” ein Mensch, würde “es” bei Big Brother in der 50. Staffel als erstes rausfliegen, die RTL II-News nicht verstehen, und bei Praktiker 20% auf Tiernahrung verlangen.
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Von Timm am 22. Mai 2010
So, diese Kategorie ist auch mal wieder dran. Neben dem Technikgewusel darf die Sprache schließlich nicht unter den Tisch fallen, nicht wahr?
Mal sehen… oh ja, ein Nord-Süd-Gegensatz. Oder formulieren wir es diplomatischer: Eine Nord-Süd-Ergänzung, eine Kombination, Fettes Brot würden eventuell sagen: Ein Fischstäbchen-Lachs-Feature. Das Setting passt zu muggelig, gemütlich, Rotwein, Felldecke, Lagerfeuer. Oder Elbstrand mit Sonne.
Klar geworden sollte sein, dass eher so die horizontale Orientierung gefragt ist, um die gemeinte Stimmung zu treffen. Und jetzt breche ich mir hier schon einen ab, bei dem Versuch, dies gescheit zu formulieren. Genau ist das Dilemma, für das dieser Beitrag eine weil im Internet der Platz so günstig ist, gleich zwei Lösungen anbietet. “Sich gemütlich irgendwo hin platzieren” ist so die Richtlinie unserer Wortfindung.
“Lass’ma da hin” – ist plump, unbeholfen und nicht feierlich.
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Von Timm am 10. Mai 2010
Manchmal gibt es eine absolute Explosion an Erkenntnissen. So zum Beispiel, wenn lokale Diversität auf kleinem Raum zusammen findet, und man sprachliche Perlen in den Raum wirft. #iLike für “nicht auf Twitter”(früher RealLife genannt) Nun. Nimmt man an, wir finden etwas gut. Wie hört sich das an? *schnurr* – eher bei Katzen, oder wenn’s intimer [...]
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Von Timm am 26. April 2010
Man könnte es eventuell “niederfrequent” nennen, wie wir diese Kategorie führen. Wenn ich darüber nachdenke, kommen mir Zweifel, ob ich den Wortsinn in noch zulässiger Weise ausdehne, aber wir sind hier ja kein qualitätsjournalistisches Blog.
Unter der Prämisse schön UND selten also präsentiere ich eine neue Ausgabe der einzigen Kolumne, die Lebensraum schafft.
Will man seiner Umgebung anzeigen, noch über etwas zu verfügen, so kann man sich unter Wert verkaufen und sagen “Ich hab noch…” oder “Hier ist noch…”.
Wie gesagt: Unter Wert.
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Deluxe kommentiert
"Naja, so richtig..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen
"Ich finde, man kann auch..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen
"Merke ich mir für meine..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen