Von Timm am 22. Februar 2010
Nach langer Zeit, in der diese Rubrik nicht mehr aktualisiert wurde, sprang kürzlich ein besonderes Exemplar eines fast verlorenen Wort-Schatzes in mein morphologisches Bewusstsein.
Die besondere, fast urkomische Offenbarung dieses Begriffs fand zudem in einem besonderen Umfeld statt. Es handelte sich um einen richtigen, echten 08/15-Imbiss. Als wäre das noch nicht genug, wurde die zu zelebrierende Redewendung auf den fulminanten Gewürzketchup der besuchten Einrichtung angewendet.
Okay, ich möchte es nicht zu weit treiben mit den Erwartungen
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Von Timm am 3. Dezember 2009
Es ist die Zeit, in der das halbjährliche Reifenwechseln stattfindet bzw. es stattfinden sollte. Letztens fiel in vertrauter Runde das Stichwort, und natürlich folgte darauf die Diskussion inwiefern denn Winterreifen bei Regen die besseren Fahreigenschaften hätten.
Temperatur, Profil, Reifenbreite, über viele Faktoren kann man ebenso polemisch wie unqualifiziert diskutieren, was an besagtem Abend auch statt fand. “Mit schmaleren Reifen schwimmt man ja auch nicht so schnell auf.” war ein Argument, das hervorgebracht wurde und (für mich vollkommen unverständlicher Weise) allgemeines Gelächter hervorrief. “Aquaplaning” sei jawohl gemeint, “Aufschwimmen”, wo habe man nur diesen alten Schinken eines Wortes ausgegraben?
Diese Anekdote, die sich kaum “Story” schimpfen darf, wäre nicht weiter interessant… wenn nicht “Aufschwimmen” ein Wort geradezu fulminanter Schön- und Korrektheit wäre!
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Von Timm am 26. November 2009
Wie ich in den letzten Tagen mit dramatischer Deutlichkeit feststellen musste, ist vielen Menschen meines Alters das Wort “Buzze” nicht bekannt.
“Buzze” beschreibt eine Behausung, eine Wohnung meistens. Schon phonetisch ist die Ähnlichkeit zu “Bude” vorhanden, wieso springt es den Menschen nicht ins Bewusstsein, frage ich mich.
Ist das Wort so oldschool, dass es meiner Generation nichts mehr sagt? Was bietet sich als flapsige Alternative zu “Wohnung” an, was soll man sonst sagen? “Zimmer”, “Wohneinheit” gar? Gut, letzteres hat den Charme einer Stasi-Verhörakte, qualifiziert sich somit also für arg “durchgestylte” Wohnungen mit Fliesenfußboden.
Es ist nicht so, dass mir besonders viel an diesem Wort liegt – eigentlich. Natürlich ist es an Flapsigkeit kaum zu überbieten und damit das ganze Wort kein Glanzstück der Sprachkultur.
Dennoch: Gerade aufgrund der damit quasi zwingend assoziierten Attribute wie “unaufgeräumt”, “klein”, “packig” und “der Fernseher ist der Haupteinrichtungsgegenstand” lässt sich wunderbar damit jonglieren.
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Von Timm am 22. November 2009
Ab und zu hören wir Sprüche und Redewendungen, die uns begeistern. Ausrufe, die fast ein Denkmal verdienen und eine ganz besondere Güteklasse haben.
In den Querbeet-Favoritenserien “How I Met Your Mother” sowie “South Park” kommen einige solcher Schmuckstücke vor. Es sind Wörter, die im Rahmen dieser Sendungen erschaffen und geprägt wurden. Sie verdienen eine Hervorhebung besonderer Art und werden daher neben den anderen schützenswerten Wörtern einen Platz im Sprachgehege des Querbeets bekommen.
Wir fackeln nicht lange, hier kommen die Top Five:
5. “Soul Boner”
Barney aus “HIMYM” ist zur Abwechslung ein Mal nicht von heißen New-Yorkerinnen angeregt.
“Soul Boner” im Urban Dictionary
Listen and repeat:
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Von Lennart am 17. Oktober 2009
“Liebe(r) So-und-so,
wiegehtesdirmirgehtesgut.”
Und alle so: “Yeaahh”. Langweiliger kann meines Wissens kein Brief anfangen. Die Formulierung “Wie geht es dir? Mir geht es gut.” ist das Oettinger unter den Briefeinleitungen, denn sie ist vom langen Stehen in unzähligen unbeholfenen Briefanfängen schal geworden.
Abgesehen davon wird der Brief gerade jetzt, wo man sich dieses neue “Enternet” (von dem immer [...]
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Von Lennart am 29. August 2009
Welch unzeitgemäßes Wort!
Kaum ein anderer Begriff unserer nicht schönen aber präzisen deutschen Sprache ist so ineffektiv wie “buhlen”. Es dürfte doch eigentlich nicht allzu anstrengend sein, dieses Wort ab und an fallen zu lassen und sei es nur, um es am Leben zu erhalten. Zwei Silben, weiche Konsonanten, Dehnungs-H hinterm U, um den Wortfluss geschmeidig [...]
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Von Lennart am 22. August 2009
Niemand wird gern beleidigt. Mit “Idiot” oder “A-Loch” will jeder halbwegs sensible (Streit-)Gesprächspartner nun mal einfach nicht angesprochen werden. Verständlich, wie ich finde. Dennoch kann es gerade unter engeren Freunden vorkommen, dass jemand, der die gerade beim gemeinsamen Sit-in im Wohnzimmer eingekehrte Gemütlichkeit durch das Umstoßen eines Glases stört, unüberlegt als Idiot bezeichnet wird. Das ist eigentlich unfreundlich, unter guten Freunden wird einem dieses herbe “Späßchen” jedoch gerne nachgesehen. Die Äußerung wird als neckisch aufgefasst und alles ist in Ordnung.
Or is it?
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Von Lennart am 1. August 2009
Wie bezeichnet man eigentlich Penner politisch korrekt? Obdachlose? Aber ein Penner muss nicht zwingend obdachlos sein. Manch einer sitzt halt einfach lieber auf dem Marktplatz, als im Plattenbau. Landstreicher? Klingt irgendwie zu aktiv für jemanden, der den ganzen Tag nur in der Fußgängerzone hockt. Herumtreiber? Hausierer? Vagabunden?
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