Von Timm am 24. Februar 2010
So schön die internationale Verfügbarkeit von Informationen ist, sie lässt uns auch immer wieder einiger Einschränkungen gewahr werden. Doch wer hat Schuld daran? Leider ist diese Frage nicht leicht zu beantworten, und das ist eine Untertreibung. Doch ganz langsam:
Zuerst ein simples, nicht wirklich tragisches Beispiel: BlackRebelMotorcycleClub.com bewirbt das neue Album “Beat The Devil’s Tattoo”. Der Satz “Pre-Order on iTunes now!” ist praktisch ein Schlag ins Gesicht jedes Fans außerhalb der USA, denn:
im deutschen Store ist das Album natürlich nicht einmal gelistet Ist es ab jetzt. Man kann es hierzulande also rechtzeitig erwerben. Doch durch diese Verzögerung wird sichtbar, was für Hindernisse zwischen Anbieter und Verbraucher auftauchen können.
Natürlich kein BRMC-Einzelfall:
Veröffentlicht in Netz | Tagged hulu.com, IP, Netzneutralität, Restriktionen, Serie, Spotify, Staaten, Synchronisaton, USA
Von Timm am 10. Februar 2010
Ich bin natürlich wieder viel zu spät mit dem Thema, aber irgendwie gehört die ordentliche Beschäftigung damit auch 100%ig zum Soll unseres Themenspektrums.
Ich spreche von Location-Based Services, genauer: Von den zwei prominentesten Ablegern Foursquare (links) und Gowalla (öhm… rechts). Bevor die Frage “Wofür?” geklärt wird, widme ich mich der Frage “Was?”.
Was macht es?
Die Handhabung der Services ist recht simpel: Ich gehe in meine Lieblingsbar, Lieblingsrestaurant oder stehe an irgendeinem Bahnhof. Mit Foursquare bzw. Gowalla logge ich mich online an diesem Ort ein, per App oder mobiler Website. Diesen Vorgang kann ich bei Twitter oder Facebook öffentlich machen, und Freunde die ebenfalls Foursquare oder Gowalla nutzen, können ihn auch beobachten. Von hier an unterscheiden sich die beiden Services.
Veröffentlicht in Netz | Tagged API, Buzz, Facebook, Foursquare, Google, Gowalla, Location-Based, Spot
Von Timm am 15. Januar 2010
Der Wired-Blog Threat Level hat weitere Details über die Hacking-Attacke auf Google und weitere Unternehmen veröffentlicht: Google Hack Attack Was Ultra Sophisticated, New Details Show
Ein McAffee-Mitarbeiter betonte, wie es auch schon Google und Adobe taten, die äußerst professionelle Ausführung des Angriffs. Nach neusten Erkenntnissen sei der schadhafte Code über Adobes PDF-Reader, gehackte Websites, aber auch durch eine Lücke im Internet Explorer in die zu attackierenden Netzwerke eingeschleust worden. Obendrein wurde eine Vielzahl von Programmen verwendet, um die Aktivitäten auf diversen Levels der Netzwerke zu verschleiern.
“The encryption was highly successful in obfuscating the attack and avoiding common detection methods,” he said. “We haven’t seen encryption at this level. It was highly sophisticated.”
Im Code eines der eingeschleusten Programme fanden McAffee-Mitarbeiter Hinweise darauf, dass die Hacker ihr Unternehmen “Operation Aurora” getauft hatten. Dmitri Alperovitch von McAffee ging im Gespräch mit Threat Level nicht ins Detail welche weiteren Firmen attackiert worden sind, bemerkte aber, dass die Hacker an “important intellectual property” gelangt seien. Die Attacken haben des Weiteren am 15. Dezember oder früher angefangen, und am 4. Januar geendet. Dieses Zeitfenster sei aufgrund der reduzierten Personaldecke in dieser Zeit gewählt worden, so Alperovitch weiter.
McAffee verfügt über mehr als die nun bekannt gegebenen Informationen und arbeitet daran, diese veröffentlichen zu können. Die Firma steht im Dialog mit diversen US-Behörden, es sei sogar eine Anhörung im Kongress möglich.
Die Aufarbeitung
Interessant wird sein, wie lange es dauert bis alle Details bekannt sind, und wie stark der Ablauf der Attacke am Ende nachvollzogen werden kann. Meine schadenfreudige und OpenSource-affine Seite freut sich jedoch schon mal, dass Microsoft die Quittung für “die Sicherheitslücke Internet Explorer” bekommt.
Veröffentlicht in Netz | Tagged Attacke, China, Google, Google.cn, Hacker, Hacking, Human Rights, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Netzzensur, Operation Aurora, Phising
Von Timm am 14. Januar 2010
Thomas Knüwer
Philip Banse hat eine weitere Reihe Interviews mit Bloggern durchgeführt.
Nach der letzten Runde mit sehr positiven Rückmeldungen sind nun an der Reihe (gewesen): Thomas Knüwer (indiskretionehrensache.de, ehem. Handelsblatt-Journalist), Stefan Laurin (Ruhrbarone.de), Udo Vetter (lawblog.de), Mario Sixtus (sixtus.cc sowie Blinkenlichten Produktionen)
Es geht wieder ums Internet, Social Media, diesen ganzen Brei. Wie immer allgemein verständlich [...]
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Von Timm am 13. Januar 2010
Wie Google auf dem firmeneigenen Blog bekannt gibt, hat Mitte Dezember eine “highly sophisticated” Attacke mit chinesischer Herkunft auf das firmeneigene System stattgefunden.
Das Besondere sei die Stoßrichtung gewesen, sowie das Format des Angriffs: Gerichtet war die Attacke auf die Google-Mail-Accounts chinesischer Menschenrechtsaktivisten, und es sind laut Google noch mindestens 20 weitere Unternehmen diverser Branchen attackiert worden.
Der Angriff auf Google habe lediglich bei zwei Accounts zum Erfolg geführt, erläutert Google weiter. Jedoch habe man festgestellt, dass durch gestohlene (z.B. per Phishing) Nutzerdaten diverse GMail-Accounts regelmäßig von Dritten infiltriert wurden. Diese Accounts gehörten ebenfalls Kritikern des chinesischen Regimes.
Veröffentlicht in Netz | Tagged Attacke, China, Google, Google.cn, Hacker, Hacking, Human Rights, Meinungsfreiheit, Menschenrechte, Netzzensur, Phising
Von Timm am 11. Januar 2010
Kürzlich las ich auf netzpolitik.org eine Interessante Meldung: Cartoon-Zeichnerin Nina Paley verdient $ 55.000 mit Creative Commons
Kurz: Eine Künstlerin “vertreibt” ihren Film unter CC-Lizenz, also kostenlos. Sie macht damit mehr Gewinn, als eine Filmvertriebsfirma für klassischen Vertriebswege prognostiziert hatte.
Unsere kleine Story
Die Story des folgenden Beitrags ist zwar nicht ganz so umsatzstark, dafür aber ein tolles Beispiel wie direkt, schnell, einfach und positiv CC-Lizenzen wirken können. “Auch für dich”, wie eine durchschnittlich schlechte Werbekampagne es wohl ausdrücken würde.
Aber nun Butter bei die Fische: Es ist gar nicht so lange her, da empfahl ich einer befreundeten, fotografiebegeisterten angehenden Kommunikationsdesignerin, ihre Fotos unter CreativeCommons-Lizenz bei flickr etc. hochzuladen. “Mmhmhm, ja mal sehen” war zunächst die typische Antwort.
Veröffentlicht in Netz | Tagged CC, Copyright, Creative Commons, Flickr, Lizenzen
Von Timm am 8. Januar 2010
Am heutigen (Nein: gestrigen, Mist!) Abend ist ein Facebook-App-Update erschienen.
Zum Einen ist es nun möglich, das iPhone per Push (Was ist das?) melden zu lassen, dass eine neue Nachricht/ein neuer Kommentar/eine neue Freundschaftsanfrage etc. vorliegt. Soweit: Daumen hoch!
Zum Anderen hält das Update aber auch folgendes für uns bereit: Das Adressbuch des iPhones kann mit Informationen der Facebook-Freunde aufgefüllt werden. Gute Idee, im Prinzip, aber etwas sehr bedenkenlos umgesetzt:
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Von Timm am 23. Dezember 2009
Die FAZ schreibt: Koalition hat Interesse an Sperren verloren. Netzsperren? Ach ja, da war was. Nach großer medialer Aufruhr hatte Horst Köhler seine Unterschrift verweigert. Hiernach schrumpfte das Medienecho auf quasi null.
Nun interpretiert die FAZ in das Verhalten der jetzigen Regierung eine komplette Abkehr vom Gesetz hinein:
Aus dem Vorgehen der Bundesregierung und des Bundeskanzleramtes geht aber hervor, dass die Führung der schwarz-gelben Berliner Koalition offenkundig das Interesse am Inkrafttreten des Gesetzes gänzlich verloren hat.
Ich würde sagen: Das haben wir gut gemacht.
Danke nochmal allen Petitions-Unterzeichnern, die sich dem Thema geöffnet und hinter Ursulas Parolen geschaut haben. Wir haben der breiten Öffentlichkeit gezeigt, dass das Internet nicht von pickeligen, sozialunfähigen und engstirnigen Trotteln bevölkert wird, sondern – Oh Wunder – sehr engagierten und kritischen Menschen.
In diesem Sinne: Bazinga!
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