Von Markus am 18. Februar 2010
Der anstehende Streik der Lufthansa-Piloten sorgt für Empörung – dabei ist er längst fällig. Doch die eigentliche Frage ist: Was ist der Beruf Pilot wert?
Die Lufthansa-Piloten haben sich für einen Streik entschieden.
Die Medien finden hier ein gefundenes Fressen. Die „Premium”-Piloten wollen noch mehr; wie können sie es wagen in Zeiten der Luftfahrtkrise ans Streiken zu denken? Glücklich sollten sie sein, dass sie zu den bestbezahltesten Piloten Deutschlands gehören.
Dass die Piloten in erster Linie nicht für mehr Gehalt, sondern für die Sicherung ihres Arbeitsplatzes streiken, scheint für die Medien nebensächlich.
Warum wird gestreikt?
Neue Tochterunternehmen wie Lufthansa Italia oder Aerologic engagieren „fremdes” Bordpersonal, das nicht nach dem klassischen Lufthansavertrag, sondern nach weitaus geringeren Tarifen bezahlt wird. Somit werden die klassischen Lufthansa-Piloten beim Wachstum des Lufthansa-Konzernes umgangen und durch kostengünstigere Piloten ersetzt. Dass sie sich jetzt in der Krise gegen Nullrunden wehren, ist daher nur verständlich.
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Von Timm am 18. Januar 2010
Zeitungen, Social Networks, “das Internet”, App XY, ob Apples Tablet mehr oder weniger als 1000$ kostet, Journalismus allgemein; oder typischere Themen, wie wer den besten “Batman” gespielt hat, die Schwächen George Lucas’ “digitally remastered”-Wahns, wie sich die aktuelle Staffel “Big Bang Theory” macht, wie lange “CoD” ohne den 2. Weltkrieg auskommt, ob wir den Freundesbegriff ändern oder die anderen ihn falsch benutzen, der neuste Teil von “Splinter Cell” eigentlich schon released ist oder nicht, oder oder oder…
Das sind Themen, über die sich, nennen wir sie “einige Personen” – obgleich alles andere als wertfrei – unendlich lange unterhalten können. Whatup? Natürlich spreche ich zum wiederholten Male von Nerds. In “Nischen und Nerds” ging es um die Austauschbarkeit von Technik und anderen Hobbys, die den Nerd auf ein Mal zu einer ganz normalen Person macht – fast.
Der Code
Heutzutage reicht ein laut ausgesprochenes “LOL!” in einer passenden Situation leider nicht mehr aus, um einen als Nerd von Welt zu identifizieren. Erst wurde dieser Chat-Ausruf nahezu salonfähig gemacht von “uns”, und jetzt… naja, jetzt käme man eher rüber wie das berühmte Kind aus diesem Video (“Ich will Unreal Tournament spieleeen!”).
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Von Timm am 30. Dezember 2009
Am morgigen Tage komplettiert das Jahresende endlich den sonderbaren Feiertags-Ausnahmezustand, der über uns schwebte. Das Jahr 2009 ist zuende!
It’s gone!
Die zwanghaft fetteste Party des Jahres, zwanghaftestens beste Stimmung des Jahres, und natürlich die allerbesten Vorsätze sind typische Begleiterscheinungen des Jahreswechsels. Ob man nun Silvester mehr hasst als Weihnachten, oder anders herum (Jedem das Seine, je nach Gusto) ein interessanter Faktor ist dabei:
Wie jedes Jahr zeigt sich durch die mehrfache, ernsthafte Erwähnung von “guten Vorsätzen” etwas sonderbares. *räusper* Es folgt eine anmaßende Ausführung in Laien-Psychologie, also Obacht lieber Leser!
Menschen scheinen Ereignisse unglaublich toll zu finden, auf die sie keinen Einfluss haben. Einen wahrscheinlich ganz ähnlichen Ursprung wie das psychisch notwendige “Entlastungssystem” – gemeinhin wird die Religion herangezogen – hat die Gewohnheit, einen “scheiß Tag” oder “nicht meine Woche” herbeizurufen, geradezu heraufzubeschwören. Dies entbindet einen von jeder Verantwortung, das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen.
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Von Timm am 14. Dezember 2009
Yay, es hat gerade das erste Mal gechneit diesen Winter. Ganz minimalistisch, wie man es natürlich auch nicht anders erwarten kann. Grund genug, den Entwurf dieses Weihnachtsartikels endlich anzugehen und zu finishen, wie ich es in jugendlichem Übereifer nenne.
Es ist also schon wieder so weit – und das ist eine maßlose Untertreibung, schließlich ist es schon lange “so weit” und Querbeet mit dem Thema “Weihnachten” viel zu spät dran.
Immer dieses Genörgel
Es ist mir, als ob ich “gerade vor einigen Wochen” erst mit einer geeigneten Crew am Glühweinstand *hust* stand. Doch Mitte November ging es schon wieder los mit den schwungvollen Reden im Tenor “Ach, dieser ganze Weihnachtskram nervt mich jetzt schon”, die sich aber jeweils genau so erquickend gestalten wie das beklagte “Fest”. Eine gewisse Grundsympathie für diese Vorträge kann ich mir jedoch nicht verkneifen, aber primär aus dem Grund, dass Vollmilchschokolade und Spekulatius meinen Herzschlag nicht beschleunigen. Genau so wenig wie 98% aller existenten Weihnachtsmusik. Und Christstollen.
Auf der anderen Seite: Was regt man sich auf? Beeinträchtigen einen die Weihnachtsdeko in Fußgängerzonen und Geschäften sowie Weihnachtsschnulzen im Fernsehen derart, dass die persönliche Freiheit darunter leidet? Gut, Weihnachtsfeiern an jeder Ecke mögen nicht jedermanns Sache sein – aber ist das alles? Was stört die Menschen an Weihnachten?
Nachvollziehbar ist diese Einstellung nicht, denn wie abhängig von Schaufenstergestaltung, Produktvarianten “weihnachtlich mit Zimt” und Pro7-Nachmittagsprogramm kann man sich machen?
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Von Timm am 23. November 2009
Die Evolution der scheibenförmigen Datenträger wie wir sie kennen – Diskette (in verschiedenen Varianten), MiniDisk, CD, DVD, HD-DVD, Blu-Ray – hat mittlerweile ungefähr 20-25 Jahre auf dem Buckel.
Lange genug, um in der schnelllebigen Welt der EDV langsam mal zu Grabe getragen zu werden!
Querbeet geht der Frage nach, was auf uns zukommt und was eventuell schon fast hinter uns liegt auf dem Weg des privaten und kommerziellen Verteilens von Daten.
Hier wird nicht die Entwicklung von der 8″- zur am Ende handelsüblichen 3,5″-Diskette nacherzählt, keine Angst. Die CD ist das erste Stichwort!
CD rein, Musik an
Als Datenträger zum Vertrieb von Musik ist die CD noch immer das Medium der Stunde – wenn der Käufer “etwas in der Hand haben” möchte, und die Musik daher nicht legal oder illegal aus dem Netz lädt (letzteres würde natürlich seinen Status als “Käufer” zunichte machen).
Die DVD macht sich immer noch gut als Medium für Filme sowie große Programme bzw. Spiele – für die große Datenmigration zwischendurch wird sie wohl kaum noch verwendet, hier sind mittlerweile USB-Sticks und mobile Festplatten um einiges gebräuchlicher. Merkwürdige Varianten wie die Audio-DVD beschreibt der dazugehörige Wikipedia-Artikel gar noch als “ein Nachfolger der Audio-CD”.
Querbeet sagt: atomROFL
Veröffentlicht in Standpunkt | Tagged 720p, Blu-Ray, CD, DVD, HD, HD-Ready
Von Timm am 12. November 2009
Ich beginne diesen Artikel am Anfang meines 5. Zivildienstmonats, also kurz vor der Hälfte der Dienstzeit.
Was denke ich vom Zivildienst, nun da sich eine Routine eingestellt haben sollte, das Ende aber noch nicht in unmittelbarer Nähe liegt?
Allgemein
Zum Einen: Nicht zur Bundeswehr zu gehen war genau die richtige Entscheidung. Selbst, wenn man beim Zivildienst nicht 100% glücklich sein sollte, dürfte die eigene Tätigkeit kaum “sinnlos” ausfallen. “Sinnlos” wie: Als Wehrpflichtiger einen wie auch immer gearteten Ernstfall proben, für den man ohnehin nicht eingesetzt würde.
Das “normale Leben” ist beim Zivildienst sehr frei zu gestalten: Auf den Ort der Dienststelle hat man weit mehr Einfluss als bei der Bundeswehr. Quasi zu Hause, weit weg mit Dienstwohnung, oder gaaaanz weit weg mit Dienstwohnung – bewerben kann man sich überall.
Ähnlich wie bei der Waffengattung. Ob Krankenhaus, Jugendherberge, Altenheim oder gar andere: Alle haben unterschiedliche Charakteristika, man kann also nach seinen Vorlieben auswählen. Die Bewerbung (und ihr Zeitpunkt) entscheidet.
Veröffentlicht in Standpunkt | Tagged Leben, Wehrdienst, Wehrpflicht, Zivi, Zivildienst
Von Timm am 10. November 2009
Wenn es um die deutsche Sprache geht, so befinden wir uns als junges, weblastiges Weblog natürlich etwas in der Zwickmühle. Der Vorwurf des Denglisch-Nutzens könnte gegen uns ohne Weiteres vorgebracht werden. Jedoch nur auf den ersten Blick, denn Deutsches Vokabular für die Sprache ums Web 2.0 herum erscheint geradezu absurd, wenn man einmal darüber nachdenkt.
Also fordere ich: Sprachliche Freiheit für den Wortschatz Web 2.0, bzw. zweierlei Maß, wenn es um den Bereich Technik und verwandte geht. “Nerdig” (von “Nerd”) sollte man sich nicht verbieten lassen, bloß ob eines fehlgeleiteten Anspruches an Sprachrichtigkeit.
Diese Linie muss klar sein, damit ich mich in voller Breite über schrecklichste Auswüchse falschen Sprachgebrauchs auslassen kann.
Nämlich sowas:
hochwertige Qualität!
Veröffentlicht in Standpunkt | Tagged Ausdruck, deutsche Sprache, Qualität, Vokabular
Von Timm am 4. November 2009
Kürzlich hat sich tragischer Weise ein junger Mann das Leben genommen, der in den Medien als “”Datendieb” bezeichnet wurde. Klar ist, dass er einen großen Datensatz mit Nutzerdaten erstellt hatte. Da die Daten sehr einfach (also ohne Hürde) auszulesen waren, ist dies nicht einmal illegal. Mehr Infos dazu gibt es auf netzpolitik.org, wo das Geschehen zuerst thematisiert wurde.
Des Weiteren war von Erpressung die Rede, das sogar relativ unstrittig. Aus dem vermeintlichen Datendieb wurde also jemand mit wirklich großer krimineller Energie gemacht.
Schweigegeldangebot statt Erpressung?
Eventuell zu Unrecht, denn nun hat der Anwalt des Verstorbenen eine Presseerklärung veröffentlicht, in der es heißt:
Danach soll Daniel von dem die Plattform betreibenden Unternehmen eine Zahlung von 80.000 € gefordert oder andernfalls die Veröffentlichung der Daten im Netz
angedroht haben.
Jedoch gibt es seitens der Verteidigung Hinweise darauf, dass eine Erpressung nicht versucht wurde. Vor der Bezifferung eines Betrages durch Daniel soll ein unbeziffertes Zahlungsangebot durch Mitarbeiter des Unternehmens gemacht worden sein.
Heise online berichtet.
Seitens SchülerVZ wird die Darstellung des Anwalts natürlich (noch) dementiert.
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