Gestern hatte ich ein interessantes Erlebnis. Zu Informationszwecken besuchte ich den Wahlkampfauftakt des CDU-Kandidaten meines Wahlkreises, Dr. Michael von Abercron. In der übernächsten Woche wird er von Iven und mir interviewt, das sei schonmal angekündigt.
Was “Wahlkampfauftakt” eigentlich bedeutet, darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Einige Reden und etwas Programmvorstellung hätte ich eventuell erwartet.
Doch in erster Linie wurden die eigenen, parteiinternen Wahlkampfhelfer motiviert und Tätigkeiten zugeordnet bzw. zu diesen aufgefordert. Letztlich ist es z.B. die Aufgabe, möglichst ohne Kosten zu erzeugen einige Tausend Flyer im Wahlkreis zu verteilen.
Das ist wohl das, was man “die Basis mobilisieren” nennt.
Doch ganz losgelöst von der Programmatik der CDU: Zu meinem Erstaunen war mir dieser Vorgang bereits bekannt. Während der Tätigkeit in der Schülervertretung (SV) meiner alten Schule war es ein ähnliches Schema. “Leute, wir haben diese Institution, das ist ein Luxus.” Die erfühlte Antwort war stets: “Was bietest du? Wir sind satt!” – Eine Anspruchshaltung sondergleichen. Man kann sich über Sinn und Zweck einer SV streiten, aber es gibt eine Parallele zu unserer Demokratie: Menschen fordern viel von diesen Strukturen und meckern viel über sie.
Sagt man: “Mach mit!”, werden die meisten ganz leise. Der Eintritt in eine solche Organisation ist nämlich garnicht der schwerste Schritt. Es ist der, seine Funktion wahrzunehmen – ob als Klassensprecher, als Parteimitglied – oder als Bürger.
Deluxe kommentiert
"Naja, so richtig..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen
"Ich finde, man kann auch..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen
"Merke ich mir für meine..."
– “kochen” 1. auskochen, garen, gar werden lassen, weich machen; (landsch.): sieden. b) [auf]brühen